Fünf Anzeichen, dass Ihre Einrichtung ein Imageproblem am Arbeitsmarkt hat
Darian Tomeit · 2 Min. Lesezeit
Nicht jede Einrichtung mit wenigen Bewerbungen hat automatisch ein Imageproblem — manchmal liegt es schlicht an fehlender Reichweite. Es gibt jedoch einige …
Nicht jede Einrichtung mit wenigen Bewerbungen hat automatisch ein Imageproblem — manchmal liegt es schlicht an fehlender Reichweite. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die typischerweise darauf hindeuten, dass das eigentliche Problem tiefer liegt, nämlich in der Wahrnehmung der Einrichtung als Arbeitgeber.
Erstens: Stellen bleiben auffällig lange offen, obwohl vergleichbare Einrichtungen in der Region ähnliche Positionen schneller besetzen. Das deutet darauf hin, dass Bewerbende sich bewusst für andere Arbeitgeber entscheiden, nicht darauf, dass es zu wenige Fachkräfte gäbe.
Zweitens: Es gibt kaum aktuelle, öffentlich sichtbare Inhalte zur Einrichtung als Arbeitgeber — weder auf der eigenen Website noch auf Social-Media-Kanälen. Wer online nichts über eine Einrichtung findet, geht im Zweifel von etwas Neutralem bis Negativem aus, einfach aus Mangel an Information.
Drittens: Bestehende Bewertungen auf Portalen wie Google oder Kununu sind wenige, veraltet oder überwiegend kritisch, ohne dass die Einrichtung erkennbar darauf reagiert. Ein unbeantworteter kritischer Kommentar wirkt auf potenzielle Bewerbende oft stärker als der Inhalt der Kritik selbst.
Viertens: Die Fluktuation ist spürbar höher als in vergleichbaren Einrichtungen, auch bei Positionen, die eigentlich mit fairen Konditionen ausgestattet sind. Das deutet auf eine Lücke zwischen dem, was nach außen kommuniziert wird, und dem tatsächlichen Arbeitsalltag hin.
Fünftens: Interne Weiterempfehlungen finden kaum statt — bestehende Mitarbeitende bringen selten neue Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Netzwerk mit. Gerade im Gesundheitswesen, wo persönliche Empfehlungen eine große Rolle spielen, ist das ein starkes indirektes Signal für die tatsächliche Zufriedenheit im Team.
Treffen mehrere dieser Punkte zu, lohnt sich ein bewusster Blick auf die eigene Außenwahrnehmung — unabhängig davon, wie gut die tatsächlichen Arbeitsbedingungen objektiv sind.
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